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Nur noch wenige Plätze frei für die Tagung „Reich und Schön?“ Anmeldeschluss bis zum 17. August

Emerslebener Grabbeigaben aus Gold, Photostudio Mahlke, (c) Städtisches Museum HBS

Trotz Urlaubszeit ist das Kollegium des Städtischen Museums Halberstadt stark eingespannt in den letzten
Vorbereitungen für die wissenschaftliche Fachtagung „Reich und Schön? Die Fürstengräber der jüngeren Römischen
Kaiserzeit aus Emersleben“, die am 28. und 29. August im Halberstädter Rathaus stattfinden wird.
Die beiden außergewöhnlichen Gräber aus der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts nach Christus, die im Mittelpunkt
der Tagung stehen, wurden vor 85 Jahren entdeckt und unter Mitwirkung des damaligen Museumsleiters August
Hemprich 1941 in einer Tongrube an der Straße von Emersleben nach Groß Quenstedt geborgen.
Seitdem zählen die Funde zu den bedeutendsten Objekten der Halberstädter Sammlung und besitzen großes
Potenzial für archäologische sowie interdisziplinäre Forschungen. Anlässlich des 85. Jahrestages ihrer Entdeckung
hat das Städtische Museum mit seinem wissenschaftlichen Beirat neue Untersuchungen initiiert. Im Rahmen der
Tagung werden sich 17 Referentinnen und Referenten aus Deutschland und Polen mit den Emerslebener
Bestattungen im Kontext der europäischen Prunkgräber der Römischen Kaiserzeit befassen. Vorgestellt werden
dabei auch aktuelle Forschungsergebnisse zu den Themen Gesellschaft, Bestattungssitten, Mobilität und Handel im
Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalts.
Bislang wurden die Emerslebener Funde noch nie vollständig der Öffentlichkeit in Halberstadt präsentiert. Dies soll
sich künftig ändern. Für die in zwei Jahren geplante Sonderausstellung sind genau diese Ergebnisse der laufenden
Forschungen eine wesentliche Voraussetzung.
Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung ist der Festvortrag des Landesarchäologen Prof. Dr. Harald Meller zum
aktuellen Forschungsstand in Sachsen-Anhalt am 28. August um 18:30 Uhr im Rathaussaal.
Die Teilnahme an der Tagung bzw. am Festvortrag ist kostenfrei. Jedoch sind nur noch wenige Plätze frei, daher sind
Anmeldungen umgehend per E-Mail an archaeologie@halberstadt.de noch bis zum 17. August 2026 möglich.
Mit dem Projekt möchte das Städtische Museum Halberstadt nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse vermitteln,
sondern ebenso bei den Menschen vor Ort Begeisterung für die archäologischen und kulturellen Schätze der Region
wecken.
Daher wird die Tagung begleitet von einer kleinen Sonderausstellung mit den Ergebnissen aus der Beschäftigung mit
dem Thema Emerslebener Fürstengräber der Kinder aus der Kita Storchenkinder aus Emersleben. Nach zwei
Projekttagen mit Ausgrabungen und Objekterläuterungen ließen die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf und hielten ihre
Vorstellungen von den Emerslebener Fürsten in farbenfrohen Bildern fest. Die Kunstwerke der Kinder sind noch bis
zum 1. Oktober im Halberstädter Rathaus während der Öffnungszeiten kostenfrei zu sehen.
Außerdem bittet das Städtische Museum die Bevölkerung um folgende Unterstützung und fragt: „Haben Sie oder Ihre
Verwandten noch Fotos, Erinnerungen oder Berichte aus der Zeit der Ausgrabungen der Emerslebener Fürstengräber aus der Tongrube zwischen Emersleben und Groß Quenstedt im Jahr 1941, die Sie dem Museum zur
Verfügung stellen könnten?"

Fotos:
01: Emerslebener Grabbeigaben aus Gold, Photostudio Mahlke, (c) Städtisches Museum HBS
02: Tagung „Reich und Schön?“ am 28. und 29. August 2026, (c) Städtisches Museum HBS

© Alexandra Runschke E-Mail

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