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Achtklässler stellen im Städtischen Museum Halberstadt aus
Der 8. April 1945 und die Nachkriegszeit in Halberstadt aus der Sicht der Familie Heine
Veranstaltung zum Internationalen Tag der Provenienzforschung am 8. April 2026

Veranstaltung zum Internationalen Tag der Provenienzforschung am 8. April 2026 im Städtischen Museum „Der 8. April 1945 und die Nachkriegszeit in Halberstadt aus der Sicht der Familie Heine“
Nur die Frage nach der Herkunft von Museumsobjekten kann deren Bedeutung im historischen Kontext klären und die Geschichte hinter den Exponaten erzählen. Da der Internationale Tag der Provenienzforschung in diesem Jahr auf den 8. April fällt, den Tag an dem die Halberstädter und Halberstädterinnen der Zerstörung ihrer Stadt am Ende des Zweiten Weltkriegs gedenken, stellen die Provenienzforscherinnen am Städtischen Museum die Sammlungsobjekte in den Fokus, deren Hintergrundgeschichte beide Themen auf das Persönlichste berühren.
Die im Städtischen Museum aufgefunden Objekte zur Kaufmannsfamilie Heine sowie die Erinnerungen der Familienmitglieder an den Krieg und die Nachkriegszeit mit eigener Fluchterfahrung aus der DDR sollen an diesem Tag vorgestellt werden.
„Niemand, der den 8. April 1945 in Halberstadt erlebte, wird dieses Datum aus seinem Gedächtnis streichen können.“ Diese Zeilen schrieb Karl Heinrich Heine (1909-1996) in seinem 1981 veröffentlichen Buch „Damals in Halberstadt. Die Schicksale einer demokratischen Familie von 1800 bis 1950“. Er und seine zwei Brüder, Gerhart und Achim, stammten aus einer alteingesessenen Hutmacher- und Politikerfamilie, welche die Zerstörung Halberstadts und ihres Geschäfts am Hohen Weg am Ende des Zweiten Weltkriegs hautnah miterleben mussten.
In der Nachkriegszeit versuchten die Familienmitglieder sich ihr Leben als Unternehmer und Politiker wiederaufzubauen. 1951 bzw. 1953 verließen sie dann doch die noch junge DDR. Die Heines führten ihre Geschäfte als Heine-Versandhandel in Karlsruhe weiter, das seit 1976 zur Otto-Gruppe gehört.
Der Kontakt nach Halberstadt blieb über die deutsche Teilung bestehen und Karl Heinrich Heine erhielt 1995 den Silbernen Roland für seine Verdienste um die Rettung des Gleimhauses am 8. April 1945.
Museumsdirektorin Dr. Antje J. Gornig und Provenienzforscherin Dr. Claudia Brandt lassen die Protagonisten sowie die zurückgelassenen Objekte selbst sprechen, um das Familienschicksal und die Beweggründe für die Republikflucht näher zu beleuchten. Dazu lesen Sie aus Karl Heinrich Heines Buch „Damals in Halberstadt“ Passagen zum 8. April 1945 und darüber hinaus vor.
Daher lädt das Städtische Museum herzlich ein zur Veranstaltung „Der 8. April 1945 und die Nachkriegszeit in Halberstadt aus der Sicht der Familie Heine“
am Mittwoch, 8. April 2026, um 15 Uhr, in den Veranstaltungsraum des Städtischen Museums Halberstadt, Domplatz 36.
Nach dem Vortrag wird im Museumsfoyer bei Kaffee und Gebäck eine Vitrine mit den Exponaten zur Familie Heine eröffnet, die bis zum 10. Mai 2026 zu sehen sein wird.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist an diesem Tag kostenfrei.
Da die Platzkapazitäten begrenzt sind, ist eine Anmeldung erforderlich. Diese kann per E-Mail an: aufsicht@halberstadt.de oder telefonisch unter 03941-551474 erfolgen.