Martin Luther 1483 - 1546 Lebens- und Reformationsgeschichte in Zinnfiguren-Dioramen

Eine Wanderausstellung des Städtischen Museums Halberstadt und der Offizin-Zinnfiguren Müller im Rahmen der Lutherdekade zum 500jährigen Reformationsjubiläum

museumIm Rahmen der Lutherdekade, die 2008 anlässlich des bevorstehenden 500. Jubiläums des Thesenanschlags im Jahr 2017 ausgerufen wurde, ist diese Ausstellung des Städtischen Museums Halberstadt entstanden. Sie zeichnet ein Bild vom Leben und Wirken Martin Luthers. Anlässlich der Ausstellung arbeitete Arnfried Müller eine Reihe von Dioramen aus Zinnfiguren, die wichtige Etappen und Ereignisse in der Biografie des Reformators illustrieren. Die Ausstellung soll eine Verbindung zur einstigen Lutherverehrung in Halberstadt herstellen. Im 19. Jahrhundert existiert hier eine der umfangreichsten Privatsammlungen zum Thema "Luther" und "Lutherverehrung".

Zusammengetragen hat die etwa 12.500 Objekte der abaugustin 1824 am Halberstädter Dom tätige Oberdomprediger Christian Friedrich Bernhard Augustin. Nach dem Tod Augustins liegt die Sorge um ihren Verbleib in den Händen seines ältesten Sohnes Luther Augustin. Dieser verkauft sie für 3.000 Taler an das preußische Königshaus. Nach dem Wunsch Christian Friedrich Bernhard Augustins geht seine Luthersammlung nach Wittenberg. Sie wird von der preußischen Krone dem dortigen Lutherhaus im Jahr 1860 geschenkt. Hier bildet die Augustinsche Sammlung den wichtigsten Grundstock für das in der Lutherhalle eingerichtete Luthermuseum. Dieses wird anlässlich des 400. Geburtstages des Reformators im ehemaligen Wittenberger Augustinerkloster - Luthers zeitlebens wichtigster Wirkungsstätte - 1883 eröffnet.

muellerDie Bedeutung der Reformation für den deutschsprachigen Raum, darüber hinaus für Europa, für das alte Bistum Halberstadt und nicht zuletzt wegen des Beitrags des Halberstädter Sammlers Augustin für die Ausstattung der Wittenberger Gedenkstätte, veranlasste Arnfried Müller dem Geschichtsverein und dem Städtischen Museum ein Angebot für eine ganz besondere Ausstellung aus Anlass des Reformations-Jubiläums zu machen, die Erarbeitung einer Präsentation, die die Lebensgeschichte des Kirchenerneuerers und die Geschichte der Reformation anhand von Zinnfigurendioramen darstellt.

Gemeinsam wurde ein Konzept entwickelt, anschaulich und einprägsam an die geschichtlichen Ereignisse, an die Rolle von Persönlichkeiten jener Zeit, an die Auswirkungen des Prozesses und eben an die wichtigen Lebensstationen Luthers zu erinnern.
Insgesamt umfasst die Ausstellung 27 Tafeln mit Text, Bild und Zinnfigurendioramen, die anschaulich das Leben Martin Luthers, die Geschehnisse jener Zeit und die Hintergründe der Reformation beleuchten.

ausst_luther_md_161012-02Erstmalig wurde die Ausstellung ab 16. Oktober 2012 im Landtag Sachsen-Anhalt präsentiert und im Anschluss im Städtischen Museum Halberstadt gezeigt.

Die Ausstellung ist ab 2013 als Wanderausstellung ausleihbar. Nähere Informationen erhalten Sie unter Tel. 03941/551470, Mail: schulze@halberstadt.de oder staedtischesmuseum@halberstadt.de.
Neben den Ausstellungstafeln gibt es ein Beiheft mit allen Informationen speziell für Kinder und Schüler.

Die Ausstellung entstand unter Federführung des Städtischen Museums Halberstadt Die Dioramen fertigten Arnfried Müller, Güntersberge und Peter Scheuch, Gonna. Die Texte erstellte die Kunsthistorikerin Anja Preiß, Garlstorf. Die Grafischen Entwürfe lieferte 2D-Grafik-Design Lutz Döring, Erdeborn. Eine gemeinsame Schülerarbeitsgruppe des Gymnasiums Martineum Halberstadt und der Europaschule - Sekundarschule "Am Gröpertor" Halberstadt unterstützten das Projekt.
Es entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Stadt Halberstadt, die ÖSA, Öffentliche Versicherung Sachsen-Anhalt - Agentur Frank Grüning Halberstadt, der Stiftung der Kreissparkasse Halberstadt, dem Evangelischen Kirchenkreis Halberstadt, dem VHS-Bildungswerk GmbH und den privaten Sponsoren Dr. Gisela Laschkewitz-Brehm und Peter Laschkewitz, Franken.

tafel10Die einzelnen Tafeln im Überblick (pdf)



dioramaAuflistung der Tafelüberschriften und der Zinnfogurendioramen (pdf)

 


 



 

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