Schraube-Museum Wohnkultur der Jahrhundertwende

schraubestarts_9Im Herzen der Altstadt, versteckt im Hintergebäude eines großen altehrwürdigen Ackerbürgerhauses, liegt ein bei vielen Einheimischen nur unter der Bezeichnung "Schraube" bekanntes Museum.

Nein, Schrauben gibt es jedoch nicht zu sehen, aber erleben Sie Wohnkultur der Jahrhundertwende! Es ist das kleinste Museum in der Stadt, dennoch für das Auge das Reizvollste. Es beherbergt einen kleinen Schatz, den Schatz der Originalität.


schraubestartDie Küche der Wohnungseinrichtung wurde so umgestaltet, dass Besucher auf Voranmeldung kochen können, wie zu Urgroßmutters Zeit. Es bedarf schon einiger Mühe den Kohleherd in Gang zu bringen. Originale Küchengeräte wie Bolzenbügeleisen, Bohnenschnippelmaschine, der Schnellkochtopf von 1910 und vieles mehr geben Einblick in die Lebensweise vor 100 Jahren.


Bis 1980 lebte in diesen Räumen Margarete Schraube, deren Familie einst ein blühendes Wäschegeschäft und eine Blaufärberei auf diesem Grundstück betrieben.

 Gutbürgerlich lebten die Schraubes, davon kann sich der Besucher in den einstigen Wohnräumen der Familie seit Eröffnung der Einrichtung 1985 überzeugen.

Bis ins kleinste Detail ist alles, was den Lebensraum dieser Familie um 1900 ausmachte, erhalten geblieben. Spüren Sie das persönliche Ambiente dieser Wohnräume, von der Guten Stube über die Küche der Jahrhundertwende bis zum im Original erhalten gebliebenen großen Saal.

schraubestarts_5Eine kleine Ausstellung zeigt die Vielfalt der Handarbeitstechniken und die Handarbeiten und Aussteuervielfalt eines gutbürgerlichen Mädchens um 1900. Diese Kostbarkeiten entstammen zu großen Teilen der Hand Margarete Schraubes.

Vor ihrem Tode entschied sich Margarete Schraube ihr Erbe der Stadt Halberstadt zu hinterlassen.


Zu Beginn der 80er Jahre des 20. Jh. begann Dr. Horst Scholke, damaliger Leiter des Gleimhauses in Halberstadt, gemeinsam mit Margarte Schraube die Hinterlassenschaften zu sortieren und die Übernahmeformalitäten zu klären. Nach dem Tode von Frau Schraube, 1980, begannen die Mitarbeiter des Gleimhauses die ehemalige Wohnung auf dem Grundstück museal umzugestalten.

1985 konnte in der Voigtei 48 das "Museum für bürgerliche Wohnkultur um 1900" eröffnet werden.
Ab 1992 ging das Gleimhaus in eine freie Trägerschaft über, das "Schraube-Museum" gehörte fortan zum Städtischen Museum. 1997 erfolgte nach ersten Sanierungsmaßnahmen die Wiedereröffnung des Museums

restaurierung2005 musste der Schwammbefall in einem Teil des Museums, vordringlich im Salon beseitigt werden, dazu war es notwendig, im Bereich des Saales, der 1997 nicht mit in die Restaurierung einbezogen wurde, die gesamte Fensterfront zu erneuern.Das Problem stellte die historische Tapete im Salon dar, die noch aus der Bauphase um 1880 stammte. Ein Restaurator wurde beauftragt, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz übernahm die Kosten von ca. 150 000€.

Es wurde eine Tapetennachdruck initiiert, die Walzenherstellung erfolgte in Mühlhausen, der Druck in Frankreich auf historischen Maschinen, die in Nordhausen hergestellt wurden.

Am 20. Mai 2007 konnte das Museum nach den umfangreichsten Sanierungsarbeiten seit seiner Eröffnung wieder dem Publikum präsentiert werden.


Öffnungszeiten

April - Oktober: Dienstag bis Sonntag 13:00 - 17:00 Uhr
November - März: Dienstag bis Sonntag 13: 00 - 16:00 Uhr
Montag geschlossen

Führungen sind auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich. Bitte melden Sie sich vorab an.

Kontakt
Schraube Museum, Voigtei 48, 38820 Halberstadt, Tel. +49 3941 621245, schraubemuseum@halberstadt.de
Ihr Ansprechpartner: Sylvia Fricke

oder Städtisches Museum, Domplatz 36, 38820 Halberstadt, Telefon: +49 3941 551470 oder - 71, Fax: +49 3941 55-1048, staedtischesmuseum@halberstadt.de oder aufsicht@halberstadt.de

 



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