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Halberstädter Bischöfe. Ausgewählte Biografien

Zeichnungen, Rekonstruktionsversuche, Friedrich Kunkel und Ulrich Mund, 2001 ©Städtisches Museum Halberstadt
Die Bischofsburg auf dem Halberstädter Domplatz im 9. Jh.

Obwohl keine Stiftungsurkunde vorhanden ist, kann das Jahr 804 als das Stiftungsjahr des Bistums Halberstadt gelten. In diesem Jahr sowie auch 805 wurden auch die anderen sächsischen Bistümer durch Karl den Großen gegründet. Ein Beweis dafür ist eine Urkunde seines Nachfolgers Ludwig des Frommen vom 2. September 814, in der jener Bischof Hildegrim von Chalons, der zugleich der erste Vorsteher der Halberstädter Kirche war, die gleichen bischöflichen Rechte für Halberstadt bestätigt, wie sie ihm durch Karl den Großen verliehen wurden.

Die flächenmäßige Ausdehnung des neuen Bistums an der Ostgrenze des Frankenreiches war beträchtlich. Es war annähernd so groß wie das heutige Bundesland Sachsen- Anhalt und umfasste nicht weniger als sechs der damaligen Gaue den Harzgau, den Darlingau, den Hassgau, den Schwabengau, den Nordthüringau und den Balsamgau. Hildegrims neue Diözese reichte im Norden bis an die Aller und Ohre, im Osten bis an die Elbe und Saale, im Westen bis an das Gebiet der Unstrut, Helme und Wipper und im Süden bis nach Merseburg und Zeitz.

Die Missionierung dieses weiten, weitgehend unerschlossenen und zudem durch einen fast dreißigjährigen Krieg stark in Mitleidenschaft gezogenen Landes, dessen Einwohner nur unter dem Druck von Feuer und Schwert den christlichen Glauben angenommen hatten, war keine leichte Aufgabe für Hildegrim und seine unmittelbaren Nachfolger.

Erfahren Sie mehr über die Bedeutung ausgewählter Bischöfe, die in Halberstadt residierten…

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© Simone Bliemeister E-Mail