Sonderausstellung im Schraube-Museum. Wohnkultur um 1900: Das malerische Halberstadt

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Premiere: Der Halberstädter Mirco Grusche stellt erstmals seine Bildwerke im "Schraube-Museum" aus
Mit dem Titel "Das malerische Halberstadt" entführt Sie der Verleger- und Stadtchronist Mirco Grusche, der auch ein begnadeter Künstler seines Faches ist, in seine Heimatstadt, denn erstmals werden seine Bildwerke im "Schraube-Museum" der Stadt gezeigt. Das Alte bewahren, damit es nicht gänzlich aus der Erinnerung entschwindet, ist das Anliegen seiner Bilder. Hierbei legt er sein Augenmerk auf die schönen Plätze und Straßen der Stadt sowie der näheren Umgebung. In der heutigen digitalen Welt scheint das gemalte Bild, nach seiner Ansicht nach, mehr und mehr verdrängt zu werden. Für die gezeigten Motive dienten dem Künstler Fotos und Ansichtskarten aus seinem Privatarchiv als Vorlage seiner Kunstwerke.

sa_grusche_01Vorrangig Bleistiftzeichnungen von Halberstadt, 25 an der Zahl, mit einer Beigabe von acht Ölbildern, darunter ein lustiges Bild, einer auf Leinwand gebrachten Grafik von 1929, umgesetzt als Nachbildung ins Heute, mit dem Titel "Till Eulenspiegel auf dem Halberstädter Holzmarkt", werden in der Sonderausstellung, vom 3. März bis zum 26. August 2018 in der Ausstellungsscheune im "Schraube-Museum", Voigtei 48, zu sehen sein.
Zu dem Bild mit Till Eulenspiegel und darauf abgebildeten drei davonlaufenden Schweinen, Mittendrin noch eine gute Fee und eine altehrwürdige Dame im Mantel und tragenden Hut, meint der Künstler: "Das Bild war schwieriger für mich zu malen, als ich zunächst dachte, denn ich habe den Hang mehr gegenständlich, als grafikmäßig malen und zeichnen zu wollen. Da es aber eine im Maßstab verkleinerte Kopie von einem Wandbild ist, habe ich mich weitestgehend an die Vorgaben gehalten, die mir eine alte Ansichtskarte vermittelte für dieses Bild."
Mirco Grusche bevorzugt kleinere Malformate, da, wie er aus eigener Erfahrung weiß, sich große Bilder nicht für jede Wohnung eignen. "Man weiß immer nie so richtig, wo man das Bild an welcher Wand hinhängen könnte, ohne dass es an seiner Wirkung verliert."

Seine Motive findet der Halberstädter, mit einem fotografischen Blick dafür, bei Spaziergängen durch die Domstadt und dessen nähre Umgebung. Insbesondere die wunderbare Landschaft vor den Toren der Stadt zog hierbei immer wieder die Aufmerksamkeit des 54-Jährigen auf sich. Mit dem Fotoapparat ausgerüstet durchwanderte er schon einige dutzende Male die Halberstädter Thekenberge. Für ihn ist die Gegend äußerst spannend in ihrer Zeitgeschichte. Der "Gläserne Mönch" beispielsweise gehört zweifelsohne zu den interessantesten Blickpunkten dazu. Zugleich bedauert Grusche, dass das einst vor den Füßen des Felsens gelegene "Landhaus", ein früherer "Grenz-Krug", defacto nicht mehr vorhanden ist. In der aktuellen Ausstellung lebt das alte Wirtshaus jedoch wieder auf, mit dem Titel: "Blick zum Gläsernen Mönch und Landhaus". Ein hübsches kleines Öl-Kunstwerk, so wie vom Künstler bevorzugt in seinem Format, ist hierbei entstanden…


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