Rüdiger Stecklenberg. Halberstadt und mehr - Sonderausstellung im "Schraube-Museum. Wohnkultur um 1900" zu sehen

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Der Maler Carl Hasenpflug hätte seine Freude daran gehabt, wie Rüdiger Stecklenberg, den berühmten Halberstädter Maler auf der Bühne darstellt. Vielleicht würde er ihm seine Hilfe bei der Malerei anbieten, denn Rüdiger Stecklenberg malt auch. Er kam über das Laientheater zur Malerei.

"Keinesfalls verstehe ich mich als Künstler" Doch sehen sie selbst in dieser Ausstellung.

zimmer_mit_stadtansichtVon Wenn Rüdiger Stecklenberg Leinwand und Farben sieht, dann juckt es in seinen Fingern. Das war nicht immer so. Sowohl Kultur als auch Kunst haben den gelernten Dachdecker jahrzehntelang nie interessiert. Als 1999 für das Musical "Halberstädter Zeitenreise" Sänger gesucht wurden, begleitete er seine Frau Rosi zum Casting und wurde einfach mit vereinnahmt. Regisseur Christoph Zwiener aus Leipzig hatte seine Stimme aus dem Chor herausgehört, fackelte nicht lange und schob ihn zwischen die Bässe. Langsam fand Rüdiger Stecklenberg Gefallen an dem Musical. Er übernahm sogar Solopartien, wie zum Beispiel die des Malers Carl Hasenpflug, und er kniete sich in Schauspielrollen hinein, indem er sich auch ausgiebig über die historischen Persönlichkeiten Halberstadts informierte.

"Ich habe spielerisch viel über die Geschichte meiner Heimatstadt gelernt, und ich konnte meine handwerklichen Fähigkeiten austesten. Man ließ mich die Kulissen malen und Requisiten bauen", erklärt er begeistert. Später engagierte er sich ebenfalls beim Musical des Schachdorfes Ströbeck, "Ströpker Zeitsprünge", übernahm die Gestaltung der Kulissen und spielte mehrere Rollen.
Wieso er anfing, Gemälde zu malen, erklärt er so: "Wenn ich als Maler Carl Hasenpflug auf der Bühne stand, wollte ich nicht immer dasselbe Bild auf meiner Staffelei haben."
Deshalb entstanden in seiner häuslichen Werkstatt viele Bilder, aber auch Kulissen und Skulpturen. Wer genau hinschaut, findet auf einigen Bildern kleine Dinge, die zum Schmunzeln anregen.
Die Ausstellung wird bis 24. Februar 2019 im "Schraube-Museum" zu sehen sein.


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