Abendvortrag am 18. April 2018, 19 Uhr im Städtischen Museum muss entfallen

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Leider muss der für Mittwoch, 18. April 2018 im Städtischen Museum geplante Abendvortrag zum Thema "Neue Ausgrabungen im Halberstädter Sonntagsfeld, die Grabungsergebnisse der Kampagne 2017" auf Grund der Erkrankung des Referenten entfallen. Der Vortrag wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Archäologische Ausgrabungen im Sonntagsfeld von Halberstadt liefern über Presseberichte und Abendvorträge seit fast 20 Jahren interessante Informationen zur Vorgeschichte des Stadtgebietes und der Region.
Vor beinahe 100 Jahren sind hier, als die Stadt sich immer weiter nach Süden ausdehnte, bereits Gefäß- und Skelettreste entdeckt worden. Seit 1999 finden auf dem Fundplatz archäologische Untersuchungen statt, bei denen für die Erschließung des Wohngebietes zum Teil größere Flächen und einzelne Grundstücke aufgedeckt wurden, die bisher hunderte von archäologischen Funden und Befunden wie z. B. Körper- und Brandgräber, Pfostengruben von Hausgrundrissen, Siedlungsgruben und Befestigungsgräben zu Tage förderten.

 

Besonders gut erhaltene Reste stammen aus der 7000 Jahre alten jungsteinzeitlichen Kultur der Bandkeramik. Ein seltenes Massengrab, das 2013 entdeckt wurde, dokumentierte auf eindringliche Weise, dass manche Konflikte in dieser Epoche der frühen Sesshaftwerdung gewaltsam gelöst wurden. Neben Funden aus den jungsteinzeitlichen Epochen finden sich im Sonntagsfeld auch solche aus der Bronze- und Eisenzeit deren archäologisches Gepräge der mitteldeutschen Vorgeschichte entspricht. Im vergangenen Jahr fanden die Ausgrabungen in Bereichen statt, die vorrangig mit Befunden dieser Epochen belegt waren und Einblicke in die Welt vor 4000 Jahren erlauben.

Das archäologische Untersuchungsgebiet liegt am Verlauf des Goldbaches an dessen Ufern und angrenzenden Geländeterrassen von 2015- 2017 durch das Landesamt für Archäologie zahlreiche Funde bei der Anlage der Harslebener Umgehungsstraße ausgegraben wurden, die auch mit denen des Sonntagsfeldes in Beziehung zu setzen sind.
Am Mittwoch, dem 18. April 2018 wird der Archäologe Dr. Matthias Sopp um 19 Uhr im Städtischen Museum, Domplatz 36 zu diesem Thema referieren.


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