Öffnungszeiten
Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der Zeit von:
Dienstag - Freitag
10 - 17 Uhr
Samstag und Sonntag
10 - 17 Uhr
Montag: geschlossen
Auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten ist ein Besuch nach Anmeldung möglich.
Museum aktuell - Ankäufe und Schenkungen,
so heißt der Titel einer neuen Rubrik im Städtischen Museum Halberstadt. Im Eingangsbereich kann der Besucher des Museums künftig eine neue Vitrine entdecken, die Exponate des Städtischen Museums Halberstadt zeigt, doch nicht irgendwelche Exponate gibt es dort zu sehen, es sind besondere Dinge, die zeigen, wie sich das Museum entwickelt und die Sammlungen der Einrichtung weiter komplettiert werden. Gezeigt werden hier, in unregelmäßig wechselnden Zeiträumen, Exponate, die zwar alt und historisch sind und dennoch für das Museum neu und aktuell.
Durch Ankäufe versucht die Einrichtung wertvolle Sachzeugen der Halberstädter Geschichte für die Allgemeinheit zu erwerben, wobei besonders der Halberstädter Geschichtsverein als Förderverein des Museum immer wieder großzügig als Sponsor eintritt, damit Sachzeugen nicht in den Schränken privater Investoren verschwinden. Er erwirbt in unregelmäßigen Abständen mal kleine aber auch mal große Exponate für das Museum. Auch erhält das Museum von vielen Halberstädtern und auch weit über die Grenzen der Stadt hinaus wohnenden Menschen zahlreiche Schenkungen, die ebenfalls die Sammlungen komplettieren.
Diese Gegenstände, Dokumente, Fotos, Postkarten oder auch Bücher werden nun im Eingangsbereich des Städtischen Museums zu sehen sein, natürlich nicht für immer, sie werden ihren Weg in die Magazine finden, wo sie für unsere Nachkommen aufbewahrt werden oder auch in Ausstellungen im Städtischen Museum ihren Platz finden, auch stehen sie natürlich denjenigen zur Verfügung, die sich mit der Geschichte Halberstadts beschäftigen, dienen sie doch als Zeitzeugen, für wissenschaftliche Recherchen oder auch als Bilddokumente zur Illustration von Publikationen. Ein Besuch lohnt sich, wenn Sie mehr über diese Neuerwerbungen und Schenkungen wissen möchten.
Momentan zeigt das Museum:
die Ehrenbürgerurkunde der Stadt Halberstadt "Seiner Exzellenz, dem General Feldmarschall Paul von Beneckendorff und von Hindenburg" vom September 1917
die Ehrenbürgerurkunde der Stadt Halberstadt für den Königlich Preußischen Geheimen Staatsrath, Staatssekretär und Präsidenten der Besetzkommission Wilhelm Anton von Klewiz, Zivilgouvaneur des Landes zwischen Elbe und Weser, erster Ehrenbürger der Stadt Halberstadt vom 1. April 1816
eine Meißner Porzellantasse mit Untertasse, Grisaillemalerei mit einer Stadtansicht vom Bullerberg auf die Stadt mit Paulskirche, Martinikirche, Dom, Liebfrauenkirche und Johanniskloster von 1818
ein Modell vom Luftschiff LZ 129 "Hindenburg"
ein Originalreglement nach welchem Denen Unterthanen die Remissiones im Fürstenthum Halberstadt und den dazu gehörigen Graf- auch Herrschaften, bey sich ereigenden Mißwachs/Hagelschlag und andern vorfallenden Schaden an den Feld-Früchten: Imgleichen Bey Neu-Anbauungen, Brand-Schaden und Vieh-Sterben, ertheilt werden sollen vom 15. Januar 1745
Entdeckungen am Domplatz - Audivisuell erleben, eigenständig erforschen
Der Halberstädter Domplatz hebt sich in seinem äußeren Erscheinungsbild markant aus dem Stadtbild heraus. Rund um diese wunderschöne Platzanlage, die zu den ältesten Siedlungsplätzen des heutiges Stadtgebietes gehört, dominieren so bedeutende Bauwerke wie der Dom und die Liebfrauenkirche, die sie umgebenden Renaissance- und Barockbauten. Der Platz mit seinen steil nach Norden, Nordwesten und Nordosten abfallenden Mauern bewahrt sich auch noch heute seinen burgartigen Charakter, entstanden durch seine Nutzung als Sitz der Halberstädter Bischöfe ab dem Jahre 804.
Im Lauf der Jahrhunderte entwickelte sich dieses einstige Plateau zu einer immer größer werdenden Bischofsburg. Die heutige Ausdehnung zeigt immer noch die einstige Bedeutung, den Reichtum und die Pracht dieser ehemaligen Anlage.
Das heutige Erscheinungsbild des Domplatzes hat sich im Laufe von über 1000 Jahren herausgebildet.
Mit seinen teilweise noch heute erhaltenen mittelalterlichen Bauwerken, den Kirchen, Kurien, dem einstigen Bischofspalast, seinen historischen Zugängen und den entstandenen kulturellen Einrichtungen und Museen ist die Historie der Stadt an dieser Stelle in einer selten gegebenen Einmaligkeit greifbar und erlebbar. Die Fülle an historischen Bezügen, gerade in baulicher, aber auch in inhaltlicher Hinsicht zur Geschichte des 18. Jahrhunderts ist an dieser Stelle der Stadt hervorragend greifbar. Die erhaltenen Kurienbauten stammen aus dieser Zeitepoche, aber auch berühmte Persönlichkeiten des 18. Jahrhunderts, so der einstige Domsekretär und Dichter Johann Wilhelm Ludwig Gleim und der Domdechant und Mäzen des 18. Jahrhunderts Ernst Ludwig von Spiegel zum Diesenberg hatten ihre Wirkungsstätten am Domplatz. Noch heute ist das Gleimhaus als Museum und Forschungsstätte für die Öffentlichkeit zugänglich. Das einstige Wohnhaus des Freiherrn von Spiegel beherbergt das Städtische Museum der Stadt.
Ab 5. April 2012 können Erwachsene und auch Jugendliche und Kinder, für die ein spezieller Rundgang entwickelt wurde, diese Einmaligkeit eigenständig in einem audivisuellen Rundgang erleben. Bild - Ton Geräte, die im Städtischen Museum Halberstadt, Domplatz 36 ausgeliehen werden können, ermöglichen diesen Rundgang, der die Nutzer in die Historie vor Ort begleitet, Altes erläutert und Neues erklärt.
Leihgebühren:
pro Gerät 3,00 €
pro Gerät mit erworbener Eintrittskarte für die städt. Museen 2,00 €
ab 2 Geräten, auch ohne Eintrittskarte 2,00 €
pro Gerät, Ausleihe an Schulklassen und Kinder 0,50 €
Kosten für Hotels über Rechnung 2,00 €
Ein besonderes Geschenk
Im Dezember kam das neue Buch des Heimathistorikers Günther Focke in die Buchläden. Nach dem großen Erfolg des schon vergriffenen Buches zu den Halberstädter Ausflugsgaststätten, hat Günther Focke nun, gemeinsam mit dem Halberstädter Geschichtsverein als Herausgeber, sein neues Buch veröffentlicht. Es beschäftigt sich nun allgemein mit dem Gaststätten, die es in unserer Stadt einst gab und von denen einige wenige noch vorhanden sind. Insgesamt 22 Gaststätten stellt er in dem reich bebilderten Buch unter dem Titel
"Von den Spiegelsbergen zu den Bullerbergen, Halberstadts Gaststätten einst und heute"
vor, erzählt Geschichte und Geschichten. Das Material sammelte er in vielen Jahren der Vorbereitung, nicht einfach war die Auswahl, denn reichhaltig war das Angebot an Gaststätten einst in Halberstadt. Das Buch ist im Städtischen Museum, in der Halberstadt-Information und auch in den Halberstädter Buchhandlungen Schönherr, Bengsch und in der Kleinen Großbuchhandlung zum Preis von 15,90 € erhältlich.