Halberstadt in Licht und Schatten - Multimediapräsentationen jetzt im Städtischen Museum zu erleben

Abriss des Gebietes um Klein Blankenburg mit russischen Panzern, 1985, Städtisches Museum Halberstadt

Am 31. Januar endete im Schraube-Museum die viel beachtete Ausstellung, " Halberstadt in Licht und Schatten - Zerstörung, Verfall, Erneuerung", die seit September 2015 zu sehen war.
Mehrere Ausstellungskomponenten fassen die Entwicklung Halberstadts, beginnend in den 1940iger Jahren bis heute zusammen.

licht_und_schatten01Die Ausstellung zeigte zum einen die Zerstörungen in unserer Stadt vor 70 Jahren. Sie zeigte aber auch die Entwicklung und den Wiederaufbau nach dem Krieg, denn die Menschen unserer Stadt haben auch in diesen Jahren fast unmenschliches geleistet, um wieder ein lebenswertes Zuhause aufzubauen. Diesen Wiederaufbau, trotz Mangelwirtschaft, Materialnot und Hunger zu bewerkstelligen, bedurfte Zivilcourage.
Erinnert wurde ebenfalls an eine Brachfläche, die in nur 18 Monaten durch die Errichtung eines neuen Stadtzentrums der Stadt ihre Identität wiedergab.

Drei Multimediapräsentationen zeigten die Entwicklung unserer Stadt von 1945 bis 1989, Auf Grund der großen Resonanz sind Teile der Ausstellung - insbesondere die drei Multimediakomponenten im Städtischen Museum am Domplatz noch weiter zugänglich.

licht_und_schatten06- 1946Halberstadt ruft! Enttrümmerung und Nachkriegsaufbau

- 1955Städtebau im Plattenraster. Von Stein auf Stein zum Plattenbau

- 1970Fachwerk stört. Identitätsverlust durch Abriss


Zeigen in Bildern die Entwicklung unserer Stadt in den vergangenen 70 Jahren. Sie zeigen die Zerstörungen durch den Krieg, den Wiederaufbau nach Kriegsende und die Entstehung von Plattenbausiedlungen und auch, kaum noch vorstellbare Aufnahmen vom Zustand der historischen Altstadt in den 1970er und 1980er Jahren.


licht_und_schatten03Die Ankündigung des Ausstellungsprojektes veranlasste Marlis Schwahn, dem Städtischen Museum einen Stadtplan zu übergeben, der detailliert, Haus für Haus, die Zerstörungen der Bombardierung Anfang April 1945 in der gesamten Stadt zeigt. Der handgezeichnete, leider nicht datierte Plan ist ein Unikat, entstand im Rahmen der Planungen der ersten Wiederaufbaumaßnahmen der unmittelbaren Nachkriegsjahre und war Arbeitspapier der "Staatlichen Bauaufsicht", die zuletzt in der Friedrich-Ebert-Straße residierte. Frau Schwahn rettete das Dokument 1990 vor dem Reißwolf. Auch dieses ist nochmals im Städtischen Museum zu besichtigen.
Nutzen Sie die Möglichkeit bis April diese Ausstellung noch zu besuchen.

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